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DiFa in der Presse | Mutter-Kind-Haus BASE

 Solinger Tageblatt 29.04.2009
AUSBAU DES TRAININGSRAUMS
Barbara Eufinger, Dr. Christoph Zenses und Jörg Püttbach, Inhaber von BIA GF, sind Gründungsmitglieder von „Füreinander – Chancen für Solingen“. Foto: up
Zur Feier anlässlich der Auto-Spende ans Mutter-Kind-Haus „Base“ der DiFa kamen Bürgermeister Heinz-Eugen Bertenburg und die Vorstandsmitglieder Erika Rothstein und Lydia Itot. „Pro Humanis“ hat die Spenden organisiert.
Spender: W + D Buchsteiner, Imbiss Kretzer, Peter Schermuly, Heinz Büchler, Hebammenpraxis Luna, Kerstin Peschke, G. K. Masonry, Autodoctor Solingen, Angel Blasco, Marco Schulz, Fritsche Werbung, Anna Margarete Müller, RvG Verpackungen, Hahn GmbH, Seidensticker, Klug Bauelemente, Vesper, Wesoldi & Lewrick und Thorsten Mondry, Scheidt, Werner Dieball und Kleiner. Foto: up
 
Solinger Tageblatt 29.12.2008
GUTEN MORGEN VON SUSANNE KOCH Gut, dass es sie gibt

Sowohl das Mutter-Kind-Haus des Vereins „DiFa“ als auch das Mutter-Kind-Café von Diakonischem Werk und Caritas sind Einrichtungen in Solingen, die man erfinden müsste, wenn es sie nicht schon gäbe. Gehören sie doch par excellence in den Bereich der Vorbeugung. Wenn junge Mütter so früh Hilfe bekommen, wirkt sich das sicher aus: auf die Entwicklung der Kinder, auf das Familienleben, aber schließlich sogar auf die Gesamtausgaben dieser Gesellschaft. Sicher gibt es im Mutter-Kind-Haus auch immer wieder Rückschläge. Und es gibt Mütter, denen es selber so schlecht geht, dass sie das Leben mit ihrem Baby noch nicht einmal mit Hilfe der Mitarbeiterinnen meistern können. Dann sind diese Defizite aber in einem geschützten Raum aufgefallen. Im Mutter-Kind-Café können sich Mütter zwanglos treffen und sich untereinander austauschen. Wenn sie es wollen, ist aber auch hier Hilfe und Beratung nicht weit. So erreicht man Menschen. » rechts susanne.koch@solinger-tageblatt.de
 
Solinger Tageblatt 29.12.2008
Lebensschule für ganz junge Mütter
Daniela und Stacy, Corinna und Nele leben im Mutter-Kind-Haus „Base“ des Vereins Die Familie „DiFa“. Fotos: Uli Preuss
MUTTER-KIND-HAUS Acht junge Mütter leben mit zehn Kindern in der Einrichtung. Stacy ist am 12. Dezember ein Jahr alt geworden. Ihr erstes Lebensjahr hat sie mit ihrer Mutter Daniela und all den anderen Kindern und Müttern im „Base“ gewohnt, dem Mutter-Kind-Haus des Vereins Die Familie (DiFa). Anfang kommenden Jahres will die 17-Jährige mit ihrer kleinen Tochter „endlich“ zu ihrer Mutter in eine Nachbarstadt ziehen. „Ich freue mich darauf“, sagt sie.
So pflegeleicht wie Stacy für ihre junge Mama ist – „sie kann sich so schön alleine beschäftigen“ –, ist auch ihre Mutter für die Mitarbeiterinnen der Einrichtung. „Nach dem Mutterschutz hat Daniela wieder ohne Probleme den Sprung in die Schule geschafft“, sagt Leiterin Sabina Lengert froh. „Das fällt hier nicht allen Müttern so leicht.“ Mutter sein und die Schule besuchen – das ist oft schwer Der ein Jahr jüngeren Corinna gelang es beispielsweise nicht auf Anhieb. Ihr fiel der Spagat zwischen Mutterschaft – den Bedürfnissen ihrer anderthalb Jahre alten Tochter Nele gerecht zu werden – und dem Schulbesuch deutlich schwerer. „Ich habe dann noch mal eine verlängerte Pause nehmen dürfen“, erzählt Corinna. Ab Januar wird sie eine Schule in Solingen besuchen. „Und das Beste ist, dass ich mit Nele auch in eine Trainingswohnung innerhalb des Hauses hier ziehen kann. Das bedeutet mehr Selbstständigkeit, aber auch mehr Eigenverantwortung für mich.“ Alle Plätze im Mutter-Kind-Haus sind derzeit belegt. Acht junge Mütter zwischen 16 und 21 Jahren leben mit insgesamt zehn Kindern in der Einrichtung. „Wenn Daniela uns im Januar verlässt, zieht direkt eine neue Mutter bei uns ein.“ Es gebe Wartelisten und immer wieder Anfragen von Jugendämtern aus anderen Städten. Bei „Base“ gibt es klare Regeln. „Das Wohl der Kinder steht vor allem“, betont Sabina Lengert. „Darüber können wir nicht diskutieren.“ „Für mich war der Anfang hier in der Einrichtung richtig schwer“, sagt Corinna. „Ich habe den Heimcharakter fast gehasst, habe mich eingesperrt gefühlt und wollte raus“, erinnert sie sich. „Doch inzwischen habe ich mich zurechtgefunden und nehme die Hilfsangebote an, die ich brauche.“ Auch ihr Lebensgefährte nutzt die Möglichkeit, die „Base“ auch jungen Vätern bietet, und nimmt regelmäßig an der Väter-Gruppe teil. „In unserer Arbeit mit den jungen Familien ist es uns ganz wichtig, auch die Väter miteinzubeziehen“, betont Sabina Lengert. „Wir halten auch Kontakt zu den Großeltern der Säuglinge, sofern das möglich ist. Und wenn nicht, bemühen wir uns, die Familiensituation zu verbessern.“ Während Daniela die Schule besucht, wird Stacy im Kinderraum betreut. „Der Kinderbereich ist durch eine neue Kollegin bis 16 Uhr geöffnet“, sagt Sabina Lengert. So haben die jungen Frauen die Möglichkeit, in dieser Zeit Schulbesuch oder Ausbildung fortzusetzen. Ganz nebenbei üben schon die Kleinsten im Mutter-Kind-Haus den Umgang mit anderen Menschen. „Hier gibt es auch immer gemeinsame Mahlzeiten“, erzählt Corinna, während Nele sich in die Kuschelecke schmeißt. „Und selbstverständlich sorgen wir gemeinsam für den großen Haushalt.“ kc » Guten Morgen
 
Solinger Tageblatt 15.12.2007
Frühstart ins Mutterglück
Corinna (15) ist glücklich mit ihrem Töchterchen Nele. Die 16-jährige Daniela hat ihre Tochter kurz nach dieser Aufnahme bekommen. Foto: Uli Preuss
FAMILIEN Schwanger mit 14 Jahren - und dann?
Im Mutter-Kind-Haus bekommen junge Frauen eine Perspektive. Von Susanne Koch Freiwillig ist Corinna nicht hier. „Der Gedanke, ins Heim zu kommen, war für mich der Horror“, sagt die 15-Jährige und wiegt ihre Tochter Nele im Arm. Nele ist fünf Monate alt. Schon bevor das Strahlemädchen auf die Welt kam, musste ihre damals 14-jährige Mutter zwei Räume im Mutter-Kind-Haus „Base“ beziehen,
das der Jugendhilfeverein „DiFa“ betreibt. Zu ihren getrennt lebenden Eltern konnte Corinna nicht. „Und die Wohnung meiner Tante war zu klein. Eine eigene Wohnung durfte ich nicht nehmen, das hätte das Jugendamt nicht erlaubt.“ Inzwischen hat sich Corinna mit ihrer Situation arrangiert. Wie sie kommt auch Daniela aus einer Stadt in Solingens Umgebung. „Bei uns zu Hause ist kein Platz für ein weiteres Baby“, sagt die 16-Jährige. Seit Oktober lebt sie im Solinger Haus. Am Mittwoch ist Stacy Cecil auf die Welt gekommen. Eine Abtreibung kam für die beiden jungen Frauen nicht in Frage. Sie haben das Glück, dass die Väter und auch einige ihrer Familienmitglieder zu ihnen stehen. „Unsere Bewohnerinnen können täglich Besuch vom Partner bekommen. Wir beziehen die Väter in die Arbeit mit ein“, erklärt Sabina Lengert, die Leiterin der Einrichtung. „Meinem Freund macht die Männergruppe Spaß“, sagt Corinna. Er ist 18 und sucht gerade eine Lehrstelle. Sie war schon eine Weile mit ihm zusammen, als sie schwanger wurde: „Wir waren ein bisschen dumm . . .“ Jeden Morgen Punkt acht Uhr ist die Nacht vorbei Im Mutter-Kind-Haus steht das Wohl der Kinder an erster Stelle. „Mir ist aber auch wichtig, dass die Mütter eine Perspektive für sich entwickeln“, sagt Sabina Lengert. Für Corinna, die eine gute Hauptschülerin war, bedeutet das, den Abschluss zu machen. Im Moment hat sie eine Pause verordnet bekommen, weil Baby und Büffeln zu viel wären. „Nächsten Herbst gehe ich wieder zur Schule.“ Daniela hat Schulpause durch den Mutterschutz. Ihre Lehrerin schickt ihr das Schulmaterial in die Einrichtung. Sie besucht die neunte Klasse einer Gesamtschule und hat gute Chancen, die Qualifizierung für die Oberstufe zu bekommen. „Die macht ihren Weg“, ist sich die Pädagogin sicher. Das Mutter-Kind-Haus hat klare Regeln. Geweckt wird Punkt acht Uhr, das gemeinsame Frühstück ist 9.30 Uhr beendet. Mittagessen gibt's 14 Uhr. „Einmal die Woche haben wir Küchendienst“, erklärt Daniela. Abends müssen die Mütter 20 Uhr in der Einrichtung sein. Einmal wöchentlich dürfen sie bis 22 Uhr bleiben. Das sei wie im Heim, murrt Corinna. Für die jungen Frauen gibt es Einzelberatungen. Gespräche mit den Jugendämtern werden fortgesetzt, es gibt Gruppenangebote, Konflikt-Training und Erziehungstipps. „Eine junge Mutter hatte ihr Kind immer gewickelt, ohne mit ihm zu sprechen“, erinnert sich Sabina Lengert. „Als sie sich im Video beobachtet und gelernt hatte, wie wichtig es ist, mit dem Baby zu reden, war sie wie ausgewechselt.“ Oft sei es auch so, dass die Frauen gegenseitig voneinander lernen. Nele ist inzwischen eingeschlafen und liegt friedlich im Arm ihrer Mutter. „Hoffentlich wird sie pünktlich wach, bevor sie ihr Gläschen bekommt“, sagt Corinna. Die Baby-Mahlzeiten sind klar geregelt. Sabina Lengert: „Über das Wohl der Kinder wird bei uns nicht diskutiert.“
Solinger Tageblatt 15.12.2007
MISS ZÖPFCHEN WIRBT FÜR MUTTER-KINDHaus
MISS ZÖPFCHEN Sarah Schilbach plant Aktionen, um auf die Bedeutung der Einrichtung hinzuweisen. DER BEGINN Das Mutter-Kind-Haus wurde von der DiFa im Frühjahr 2006 eröffnet. Der Bedarf für eine solche Einrichtung in Solingen wurde mit den Jahren immer deutlicher. Belegung Acht Mütter mit ihren Babys finden Platz. Derzeit sind sieben Mütter da, im Januar gibt es eine Neuaufnahme. Der Bedarf ist größer. Elf Fachkräfte betreuen die jungen Familien.
 
 


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